Durch Gebet und Eingebung

Von Demenz geheilt

Die Diagnose Demenz ist ein harter Schlag. Doch Pastor Richard Skoff stellte sich seiner Krankheit und seinem Glauben auf eine Art, dass Ärzte von einem Wunder sprechen. Hier erzählt Pastor Skoff seine Geschichte.

Zoom
Pastor Richard Skoff
Es begann damit, dass ich plötzlich Schwierigkeiten hatte, mich an Dinge zu erinnern. Es fiel mir schwer, Schecks auszustellen oder Telefonnummern zu wählen. Die Hälfte meiner Zeit verbrachte ich damit, Dinge zu suchen.

Wenn jemand mit mir ein Gespräch begann, konnte ich nicht mehr sinnvoll darauf antworten. Ich merkte, wie mir alles aus den Fingern glitt. Ich wollte nicht zugeben, dass etwas mit mir nicht stimmte, aber ich wollte meiner Gemeinde auch nicht schaden. Also trat ich zurück. Frustriert, wütend und verbittert.

Ich war erst 61 Jahre alt, als ich die Diagnose erhielt: Lewy-Körper-Demenz, die zweithäufigste Demenzerkrankung neben Alzheimer. Unheilbar. Die Ärzte erklärten meiner Frau und mir, dass es nun mit mir bergab gehen würde. Sie rieten uns zudem, in eine behindertengerechte Wohnung zu ziehen. Wir waren wie im Schock.

Leben mit Demenz

Das erste Jahr nach der Diagnose war hart. Ich glaubte, dass mein Leben vorbei ist. Ich hatte Angst vor dem, was kommt. Und das Schlimmste: Ich hatte Zweifel an Gott. Mein Leben lang hatte ich für ihn gelebt und gearbeitet. Wie konnte es passieren, dass er mich so krank werden liess? Ich stellte meinen Weg mit Gott in Frage. Ich stellte ihn in Frage. Und doch war er der einzige, an dem ich mich jetzt noch festhalten konnte.

Immer wieder lasen meine Frau und ich Bibelverse, die uns ermutigten. Wir beteten um Mut, um Kraft und auch um Heilung. Meine ganze Gemeinde betete für mich. Und nach einer Weile kehrte mein Glaube zurück. Mir wurde bewusst, dass diese Krankheit für Gott nicht schwerwiegender ist als eine Erkältung. Und dass er mich leicht heilen konnte, wenn er wollte. Ich lernte darauf zu vertrauen, dass sein Weg für mich gut ist, egal, wie es ausgeht.

Gott ist da und greift ein

Trotz aller Gebete veränderte sich anfangs bei mir nicht viel. Das war nicht besonders ermutigend. Aber ich versuchte meinen Blick auf Gott zu richten und nicht auf mich und meine Krankheit. Während wieder einmal Leute für mich beteten, sprach Gott ganz deutlich zu mir, dass ich alles dafür tun soll, um gesund zu werden, und dass ich auch meine Ernährung umstellen soll. Es berührte mich, dass Gott sich wirklich für mich interessierte und dass er mir sogar Ideen gab, was ich machen könnte.

Ich fing also an, Kokosnussöl zu konsumieren, Säfte aus Acai-Beeren zu trinken und achtete sehr auf gesunde Ernährung. Eine Woche vor meinem 62. Geburtstag ging es mir mit einem Mal wesentlich besser. Langsam kehrten auch mein Gedächtnis und meine mentalen Fähigkeiten zurück. Ich konnte wieder das Telefon benutzen und Treppen steigen, ohne zu stolpern. Wir waren überwältigt!

Die Prognose der Ärzte erwies sich in meinem Fall als falsch. Zwei Jahre nach der Diagnose waren die Mediziner verblüfft, wie gut es mir ging und sprachen von einem Wunder. Ich bin überzeugt, dass die Ernährungsumstellung viel gebracht hat, aber ich weiss, dass ich meinen Zustand alleine Gott verdanke. Er hat mir mein Leben noch einmal geschenkt. Inzwischen kann ich wieder predigen, vielleicht besser als je zuvor. Denn ich habe erlebt, wie gnädig Gott ist und wie sehr er einen durch schwere Lebensphasen begleitet.

Zum Thema:
Heute geht er wieder: Die Ärzte gaben ihm noch 72 Stunden American Football Tim Shaw: Lebensmut trotz unheilbarer Krankheit
Leben mit MS: «Der Rollstuhl ist nicht Endstation»

Datum: 14.01.2019
Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Livenet / ohio.com

Glaubensfragen & Lebenshilfe

Anzeige