Ehemalige Wasserspringerin Brita Baldus

«Durch die Bibel wagte ich den Schritt mit Jesus»

Sport war schon immer ihre Leidenschaft und als Wasserspringerin sammelte sie Auszeichnungen wie andere Briefmarken. 45 Mal wurde sie Deutsche Meisterin, zwei Mal Europameisterin und bei den Olympischen Spielen in Barcelona holte sie sich die Bronzemedaille. Doch auf die Frage, wem sie das alles verdankt, hat Brita Baldus eine überraschende Antwort. 

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Brita Baldus bei ihrem letzten Wettkampfsprung
Schon als 27-jährige Sportstudentin verblüffte sie Journalisten aus aller Welt mit dem Bekenntnis: «Aus der Bibel hole ich die Kraft, genau das zu tun, was ich brauche. Ich weiss, Jesus lässt mich nicht fallen.» Und auch auf ihrer damaligen Autogrammkarte findet sich ein Bibelspruch: «Doch ich verlasse mich auf Dich! Du, Herr, bist und bleibst mein Gott.»

Doch diesen Glauben hat Brita Baldus nicht in die Wiege gelegt bekommen.

Kindheit in der DDR

Zu Hause bekommt Brita vom christlichen Glauben nicht viel mit. Nur eine Tante liest ihr ab und zu eine Geschichte aus der Bibel vor. Dafür steht der Sport im Mittelpunkt. Der Vater ist ein begeisterter und erfolgreicher Turner. Schon früh steht Brita deshalb auf der Turnmatte. «Ich bin sozusagen in der Turnhalle grossgeworden», sagt sie. Doch irgendwann wird ihr das zu langweilig. Wasserspringen findet sie interessanter. Die Sprünge und Drehungen faszinieren sie. Trainer in Leipzig erkennen ihr Talent und fördern sie.

Erfolge im Sport

Der Weg zur Spitzensportlerin ist in der DDR weit und schwer. Da heisst es, immer wieder hart zu trainieren. Aber die Arbeit lohnt sich. 1982 nimmt sie als 17-Jährige erstmals an Weltmeisterschaften teil. Sie gewinnt einen fünften Platz beim Sprung vom Drei-Meter-Brett.

Es folgen mehrere DDR-Meisterschaften, Teilnahmen an internationalen Meisterschaften und später sogar an den Olympischen Spielen. Nach dem Abitur beginnt Brita ein Sportstudium an der bekannten Deutschen Hochschule für Körperkultur in Leipzig. Im sportlichen Erfolg findet sie Bestätigung und Erfüllung. Gedanken über den christlichen Glauben macht sie sich kaum.

Ein Krankenhausaufenthalt mit Folgen

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Brita Baldus
Im Frühjahr 1990 muss Brita für längere Zeit ins Krankenhaus. Zur gleichen Zeit ist auch eine andere Spitzensportlerin zur Behandlung dort, die Kanutin Kordula Striepecke aus Erfurt. «Die hat eine unglaubliche Lebensfreude ausgestrahlt, obwohl sie verletzt war und nicht trainieren konnte.» Britta wird neugierig. Die Kanutin aus Thüringen – sie war Dritte bei den letzten Kanumeisterschaften – erzählt ihr von ihren guten Erfahrungen mit dem Glauben an Jesus.

Zunächst ist Brita skeptisch. Als dann auch noch eine Krankenschwester vom Glauben erzählt, wird sie neugierig. «Im Schwesternwohnheim habe ich die beiden dann ausgefragt. Sie machten einen unheimlich glücklichen Eindruck. Danach konnte ich nächtelang nicht schlafen. Ich habe mich immer wieder gefragt, ob an der Sache mit Jesus etwas dran ist.»

Brita fängt an, in der Bibel zu lesen und zu beten.«Durch das Lesen der Bibel bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich's doch auch mal versuchen sollte, den Schritt zu gehen mit Jesus. Und bis heute habe ich es nicht bereut.»

Heute lebt Brita Baldus in Leipzig und bietet als Trainerin und Sporttherapeutin Kurse für Fitness und Gesundheit an.

Zum Thema:
Den kennenlernen, der niemanden fallen lässt

Datum: 09.04.2013
Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: derweg.de / britabaldus.de

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