Gewichtheber Kendrick Farris

«Der Glaube zeigt sich nur durch Taten»

Als Teenager wusste er, dass er hauptberuflich Gewichtheben will. Und er hat es geschafft: US-Amerikaner Kendrick Farris ist inzwischen Pan American Championship-Sieger und nahm schon zwei Mal bei der Olympiade teil. Sein Glaube an Jesus hilft ihm, auch in schwierigen Lebensphasen durchzuhalten.

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Kendrick Farris
Als ich 14 Jahre alt war, träumte ich davon, hauptberuflich Sport zu machen und eines Tages bei den olympischen Spielen dabei zu sein. Aber ich wusste damals noch nicht, wie schwer es ist, sich überhaupt für die Olympischen Spiele zu qualifizieren. Ich dachte wirklich, dass jeder mitmachen kann.

Wie ich mit Gewichtheben anfing

Es begann 1996 nach dem Olympischen Spielen. Überall im Fernsehen wurde Gewichtheben gezeigt und nach neuen Talenten gesucht. Zufälligerweise waren die Fernsehteams auch in meiner Heimatstadt Shreveport. Mein Onkel las einen Bericht darüber und dachte, dass das doch was für seine Söhne, meinen Bruder und mich wäre, die wir alle sportbegeistert waren. Er schickte uns hin, weil er fand, wir sollten lernen, wie man Gewichte richtig stemmt. Und die Leidenschaft packte mich sofort. Die Disziplin und das Erreichen von immer neuen Zielen faszinierte mich total.

Wie mir meine Berufung bewusst wurde

Ich hatte gerade mit dem College begonnen und jobbte als Hilfskraft in einem Restaurant. Während einer Schicht, kam einer der Kellner zu mir, zeigte auf den Fernseher und fragte: «Das machst du doch auch, oder?» Ich war total verblüfft, Gewichtheben im Fernsehen zu sehen. Es waren die Olympischen Spiele. Und dann zeigten sie auch noch meine Gewichtsklasse. Es klingt eigenartig, aber es war, als würde mir Gott in diesem Moment offenbaren, wo meine Berufung liegt. Und die hatte nichts mit Tische-abwischen zu tun. Es war mir so eindeutig klar, dass ich eines Tages dort sein würde.

Während ich also auf den Bildschirm starrte, antwortete ich: «Ja, das mache ich auch. Und bei den nächsten Olympischen Spielen werde ich dabei sein.» Es wurde so still im Restaurant, als hätte ich etwas Schlimmes gesagt, als dürfe man nicht davon träumen, dabei zu sein. Aber tief in mir spürte ich, dass es wahr war. Dass ich dafür bestimmt war, einmal ein Olympia-Athlet zu sein.

Wie sich mein Glaube entfaltete

Der Glaube an Gott gehörte immer wie selbstverständlich zu meinem Leben, ich bin in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen. Aber ich glaube, dass man sich erst als echten Nachfolger von Jesus bezeichnen kann, wenn man ein bisschen älter wird und das Leben kennenlernt. Erst dann zeigt sich, ob man auch leben kann, was man gelernt hat.

Zwischen 16 und 22 Jahren hatte ich am meisten damit zu kämpfen, wirklich zu leben, was ich glaube und Jesus und seine Worte tatsächlich in mein Leben einzubinden. Ich lebte einen Lebensstil, der eben bequem für mich war. Aber am Ende meines 22. Lebensjahres wusste ich, dass ich so nicht weiter machen möchte. Und so vertraute ich mein Leben ganz neu Jesus an und schloss ab mit allem, was mich davon abhielt, als Christ zu leben.

Christ sein ist ein Lebensstil. Es geht darum, jeden Tag neu auf Jesus zu schauen und ein kleines bisschen besser darin zu werden, Menschen zu lieben, so wie sie eben sind. Ich möchte anderen ein Vorbild sein und möchte, dass sie durch mein Leben die Wahrheit erkennen können.

Wie mir mein Glaube hilft

In den vergangenen Jahren bin ich wirklich an meine Grenzen gekommen, habe dabei aber die Kraft erfahren, die im Glauben steckt. Jesus hat gesagt, wir werden grössere Werke tun als er, und das glaube ich. Ich flippe nicht mehr so leicht aus, wenn etwas im Leben nicht glatt läuft. So wie es Jahreszeiten gibt, kommen auch im Leben mal bessere und mal schlechtere Zeiten. Das Gute dabei ist: Gott ist immer da. Er liebt uns und trägt uns durch alles durch.

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Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Jesus.ch / believenet.org

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