Weg vom Gruppendruck

In der Halle ist BeBé ein Grosser

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BeBé
Mit «Sporting Lissabon» trumpft der Hallenfussballer «BeBé» Euclides Jones Vaz gross auf. Früher war er in einer Gang, stach jemanden nieder und wurde abgeführt. Heute hat er einen anderen Boss:

«Ich wurde in Lissabon, Portugal, vor 22 Jahren geboren. Meine Eltern kamen von Cap Gren, einer Insel, die früher portugiesische Kolonie war. Wir waren fünf Brüder und drei Schwestern. Man kann sagen, dass ich eine normale und deshalb glückliche Kindheit hatte. Ich glaubte irgendwie an Gott, aber als Kind dachte ich nicht viel darüber nach.

Mein Leben änderte sich, als ich etwa 16 Jahre alt war. Ich hing mit einer Gang in unserer Nachbarschaft herum. Zu Hause wollte ich nicht sein, sondern ich war jeden Abend mit der Gang zusammen und kam nachts normalerweise sehr spät nach Hause. Natürlich hatte ich eine Menge Ausreden, aber meine Mutter wusste nicht, was ich machte. Ich ging nicht zur Schule, aber meine Mutter fand das nicht heraus.

Es war falsch

Tief in mir wusste ich, dass ich das Verkehrte tat, aber der Druck in der Gruppe war so gross, dass ich nicht aufhören konnte. Ich lief einfach hinterher. Es gab einige Erwachsene, die auf mich zukamen und mir sagten, dass ich einen falschen Weg eingeschlagen hatte in meinem Leben. Aber ich konnte einfach nicht stoppen und schlimmer noch war, dass einer meiner Brüder, meinem Vorbild folgte und zur Gang dazu kam. Zu der Zeit waren wir eine kriminelle Bande geworden, die Einbrüche und ähnliches machte.

Es endete in einer Schlägerei, bei der ich einen anderen Typen niederstach. Ich wurde festgenommen und meine Mutter kam schliesslich hinter mein Doppelleben.

Es war ein Schock für sie und sie weinte und fragte mich, wie ich ihr das antun konnte. Ich wurde als anständiger Junge erzogen und jetzt war ich ein jugendlicher Krimineller. Es brach ihr das Herz. Als die Polizei kam, um mich abzuholen, behandelten sie mich schlecht. In ihren Augen war ich nur ein weiterer Krimineller, obwohl ich noch ein Junge war. Ich wurde wieder freigelassen und wartete auf meine Verhandlung.

Ich weinte den ganzen Tag

Zur gleichen Zeit wurde ich zu einem Hallenfussballturnier eingeladen. Ich wusste nicht, dass es Christen waren, die das Fussballturnier veranstalteten. Aber ich ging hin. Ich lernte einen der Leiter kennen und er nahm sich Zeit für mich. Er sah mich und gab mir irgendwie das Gefühl, dass ich wichtig sei. Als ich die Liebe sah, die diese Menschen füreinander hatten, erkannte ich, dass sie etwas hatten, was mir fehlte. Diese Menschen waren so anders. Ich sehnte mich danach so zu sein wie sie. Ich wollte das Gleiche haben, was sie hatten. Aber es war nicht so einfach für mich ein Christ zu werden. Ich fuhr mit diesen Leuten auf ein Camp an der Algarve. Wir kickten etwas und hatten eine gute Zeit zusammen.

Ich wusste nicht was es war, aber tief in meinem Herzen fühlte ich, dass Gott mich rief. Ich kannte dieses Gefühl nicht und wusste nicht, wie ich es erklären sollte. Einen Tag langte weinte ich nur – ich konnte nicht aufhören zu weinen oder mich zusammen nehmen. Ich fühlte mich so schuldig und weinte nur. Schließlich bat ich Jesus in mein Leben zu kommen und mich zu verändern. Ich übergab ihm komplett mein Leben. Nach dieser Entscheidung fühlte ich einen großen Frieden.

Die Gang machte Druck

In meine alte Nachbarschaft zurückzukommen war echt hart. Die Gang machte Druck und sie wollte meine Veränderung nicht akzeptieren. Sie verstanden nicht, was mit mir geschehen war. Aber ich hatte auch einen guten Freund, der sich viel Zeit für mich nahm. Zu der Zeit war er mein einziger christlicher Freund. Er nahm mich bei der Hand und half mit weiterzumachen. Er nahm mich auch mit zur Kirche. Er hatte viel Zeit für mich und half mir wie ein Vater.

Nach einiger Zeit musste ich wegen der Stecherei, in der Zeit bevor ich Christ wurde, vor Gericht. Als der Richter meine Mutter fragte, wie ich jetzt sei, erzählte sie, dass ihr Sohn ein total neuer Mensch sei. Das Gericht beschloss, den Fall einzustellen.

Die Wende

Mein grösster Herzenswunsch ist heute, Jesus als guter Christ dienen zu können. Und ich denke, ich tue das so gut ich kann, indem ich ein guter Mensch und Spieler bei meinen Freunden im Hallenfussballteam bin. Überall wo ich bin möchte ich bezeugen, wie Jesus Christus mein Leben verändert hat. Jesus bedeutet mir heute alles, ohne ihn könnte ich nicht leben. Das ist vielleicht für einen Menschen, der ihn nicht kennt, schwer zu verstehen, aber wenn du ihn kennen würdest – dann würdest du es verstehen!»

BeBé, Hallenfussballer aus Portugal

Steckbrief:
Name: Euclides Jones Vaz
Geboren: 19/05/1983
Aktueller Verein: Sporting / Portugal
Nationalität: Portugiesisch
Masse: 174 cm, 64kg
Position: Torhüter
Bisherige Vereine: 2003/04 – Sporting, 2002/03 – Castelo, 2001/02 – Económicos
Erfolge: 2003/04 – Campeonato Nacional, 2003/04 – Supertaça

Datum: 01.07.2006
Quelle: footballchurch.com

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