Mark Ouimet

«So eine Liebe versteh ich nicht»

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Zweimal wurde er mit den ZSC Lions Schweizer Meister. Dann beendete ein harter Check die Karriere des Eishockeystürmers vorzeitig. Heute ist der Kanada-Schweizer Mark Ouimet Assistent-Trainer beim Emmentaler Traditionsverein, den SCL Tigers. Nachfolgend gibt er einen Einblick in sein Leben.

Du warst mit den ZSC Lions zweimal Schweizer Meister. Wann wirst du das als Trainer?
Das weiss ich noch nicht. Ich nehme einen Schritt nach dem andern. Mein erstes Ziel war, Juniorentrainer zu werden. Das habe ich nun geschafft. Es ist schwierig für mich, vorauszuplanen. Nächstes Jahr bin ich Juniorentrainer hier in Langnau, und das ist ein guter erster Schritt. Es gefällt mir sehr mit diesen Juniorenspielern.

Wie ist es für dich, nicht mehr selbst spielen zu können?
Schwierig. Seit ich vier Jahre alt bin, habe ich Eishockey gespielt. Es ist nun ganz anders. Aber man muss das loslassen. Gott hat für mich andere Pläne. Es ist spannend, ein Abenteuer. Es ist ein Warten und Schauen, was er für mich hat. Nicht mehr spielen zu können ist schade. Zum Teil macht es aber auch Spass, nicht zu wissen, was in der Zukunft kommt.

Was genau machst du jetzt?
Ich arbeite als Assistenztrainer der SCL Tigers. Ich bin bei den Trainings dabei, schneide Videos zusammen, analysiere sie und arbeite mit den Juniorenteams. Es ist für mich wie eine Lehrstelle, seit ich mit dem Aktivsport aufgehört habe. Von den ausgebildeten und guten Trainern wie Jim Koleff, Dave Chambers und Bruno Aegerter hab ich viel gelernt.

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Was für Situationen bringen dich zum Zweifeln?
Fragen nach meiner Zukunft .... Wohin führt mich Gott? Manchmal muss ich ihn einfach fragen: He, was machst du mit mir in diesem Land? Warum bin ich hier und nicht in Kanada? Manchmal habe ich wirklich Ängste und Zweifel, aber vielleicht ist es besser, weil ich auf diese Weise abhängig bleibe von Gott.

Eine Schwäche, die du durch den Glauben besser in den Griff bekommen hast?
Ängste vor meiner Zukunft. Früher hatte ich grosse Zukunftsangst. Wohin ich zum Beispiel gehen soll, wo ich arbeiten und wen ich heiraten soll. Aber heute kann ich alles vor den Thron von Gott bringen und bei ihm lassen. Er hat alles im Griff.

Ein Tipp, wie man Gebet und Bibellese interessant gestalten kann ...
Man muss eine bestimmte Zeit in der Woche und während dem Tag abmachen. Ich habe es versucht, am Morgen oder am Abend, und dann ein fixes Date gefunden. Für mich ist es besser, eine bestimmte Zeit zu haben.

Was begeistert dich am meisten an Gott?
Vor allem seine grenzenlose und unendliche Liebe. Egal, was wir für Fehler machen. Er vergibt und vergibt und vergibt. Das ist für mich etwas Unfassbares. Ich kann das nicht begreifen. Es begeistert mich, wenn ich darüber nachdenke.

Wie bist du Christ geworden?
Mein Bruder Terry führte mich zu Jesus. Durch verschiedene Gespräche mit meinem Bruder habe ich mein Leben Jesus anvertraut. Es war sehr schön, dass dies durch meinen Bruder geschah. Das hat mich sehr tief berührt.

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Warum bist du Christ?
Ich bemerkte, dass es ohne Jesus nicht geht. Ohne ihn gibt es keine Vergebung. Da spürte ich stark, dass das Leben ohne Jesus keinen Sinn hat. Es war so klar, dass ich einen neuen Anfang machen und ihm mein Leben anvertrauen wollte. Ohne das geht es nicht.

Beschreibe ein spezielles Erlebnis, das du mit Gott gemacht hast
Als ich mit Eishockey aufgehört habe, war ich ziemlich durcheinander und an meinen Grenzen. Ich war verirrt und in einem Loch. Das Leben war schwierig für mich. Ich bat Gott um Hilfe, und es war genial zu sehen, was er mit mir gemacht hat. Jetzt hat er alles geplant und alle meine Bedürfnisse abgedeckt. Er hat geantwortet und alles im Griff. Das war ein wunderbares Erlebnis für mich, Gott als meinen Versorger zu erkennen.

Welche Eigenschaft von Gott verstehst du nicht?
Seine Fähigkeit, immer wieder zu vergeben. Wenn ich an das Volk Israel denke, wie viel Fehler sie gemacht haben in der Wüste aus Ägypten, und er probierte es immer wieder zu lieben und ihm zu vergeben und ihm eine neue Chance zu geben, trotz ihrer Sünde und Rebellion. Eine solche Liebe verstehe ich nicht, sie ist unfassbar.

Warum denkst du, dass sich ein Leben als Christ auf Dauer lohnt?
Weil Jesus sagt, er möchte uns verändern. Wenn wir an ihm festhalten, werden wir nach einer langen Zeit genau wie Jesus sein. Schliesslich steht das in der Bibel. Je mehr wir ihn anschauen und an ihm festhalten, desto mehr werden wir wie er sein. Der Heilige verändert uns, bis wir die gleiche Kraft wie Jesus haben. Und darum lohnt es sich, bei Jesus zu bleiben.

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Steckbrief:

Zivilstand: Seit dem 26. Februar 2005 verheiratet.
Gemeinde: Christliches Begegnungszentrum in Langnau.
Arbeit in Gemeinde: Im Moment habe ich leider keine Zeit, in der Gemeinde zu arbeiten. Mein Beruf nimmt sehr viel Zeit in Anspruch.
Hobbys: Wenn ich Zeit habe, fahre ich gern Ski oder spiele Gitarre. Ansonsten Wandern und Lesen.
Beruf: Assistenztrainer SCL Tigers (Schlittschuh-Club Langnau).
Werdegang: Hockeyprofi beim SC Herisau, SC Rapperswil-Jona, ZSC Lions; Assistenz-Trainer bei den SCL Tigers; an der Universität Sportmanagement studiert; jetzt Trainerausbildung.
Wohnort: Bärau im Emmental.
Herkunft: Heimatort Strathroy, Ontario, 2 Stunden von Toronto weg. Ich bin eigentlich Bündner aus Waltensburg. Mein Grossvater war nach Kanada ausgewandert.
Lieblingsbibelstelle: Ich habe keine Lieblingsbibelstelle. Aber für Philipper 4, Vers 19, schlägt mein Herz.
Lieblingsmusikgruppe: Third Day. Eine alternative Worship Band.
Das gefällt mir auf Livenet.ch und Jesus.ch: Dass es eine Seite ist, auf der die Leute verschiedene Themen suchen können. Das finde ich genial.

Datum: 23.08.2005
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Jesus.ch

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