Lazar Boskovic

Auf der Suche nach mehr

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Mit 14 begann Lazar Boskovic mit dem Spitzensport. Dabei brachte er es bis zum mehrfachen Deutschen Karate-Meister und zum Weltmeistertitel in seiner Klasse. Aber wirklich glücklich wurde er dabei nicht.

Meine Lebensphilosophie stützte sich auf «das Gute» im Menschen. Ansonsten hatte ich mir nie viele Gedanken über das Leben gemacht, sondern hielt ich für sehr «bodenständig». Dann lernte ich Franz kennen. Er studierte mit mir zusammen in München und war anders als die anderen: Er glaubte an Jesus und dachte viel über das Leben nach.

Nebel über allem

Ich konnte nicht begreifen, dass jemand an einen unsichtbaren Gott glauben konnte. Alles, was mit Liebe, Glaube oder Gefühle zu tun hatte, war mir nicht mehr als ein diffuser Nebel! Gott war für mich einfach nicht «bodenständig». Wir diskutierten viel und lange über unsere Einstellungen, über Gott und die Welt. Franz faszinierte mich. Seine Philosophie fand ich zwar seltsam, aber sie beeindruckte mich trotzdem.

Vier Jahre haben wir gemeinsam studiert. Wegen der Doppelbelastung durch das Studium und den Sport musste ich mich aus dem Leistungssport verabschieden. Kurz darauf zog ich dann nach Paris, um dort an einer Elite-Universität weiterzustudieren.

Es muss doch mehr geben...

Dort versuchte ich die Vorzüge dieser Stadt möglichst auszukosten. In dieser riesigen Stadt erhoffte ich etwas zu finden, was ich bis dahin noch nicht kannte. Doch ich fand nichts! Auch das Studium erfüllte mich nicht. Es konnte mir nicht den Frieden in mein Herz geben, nach dem ich mich sehnte. Ich dachte an die Zeit zurück, als ich grosse Erfolge im Karate feiern konnte, an das gute Gefühl zu siegen und an die Anerkennung: Dort war ich glücklich gewesen. Und dieses Gefühl wollte ich wieder haben. Denn das Uni-Leben und die Arbeitswelt erschienen mir im Vergleich dazu sehr trostlos.

So kehrte ich nach meinem Abschluss in Frankreich nach Deutschland zurück, um dort wieder Leistungssport zu betreiben. Bald stellten sich auch wieder die ersten Erfolge ein: Ich wurde erneut Deutscher Meister, und auch international hatte ich den Anschluss an die Weltspitze gefunden.

Mehr als Siege – was ist das?

Obwohl ich jetzt wieder Anerkennung genoss und Siege feierte, war ich nicht glücklich. Ich sehnte mich nach mehr! Diese Welt konnte mir nicht das bieten, wonach ich suchte, das wusste ich. Ich lebte leer und lustlos in den Tag hinein, und weder Liebe noch Freude konnten mein Herz erreichen. Das Leben an sich schien mir immer mehr zu einem unlösbaren Rätsel zu werden.

Die Leere, die mich die letzten Jahre immer wieder verfolgt hatte, übermannte mich weitere Male. Ich spürte keine Liebe in mir, und mein Gewissen war mir ein grosses Rätsel. Doch was konnte mich nur aus dieser Lage befreien und das Vakuum in meinem Herzen füllen? Ich wollte raus aus dem ganzen Nebel. Ich dachte an die langen und intensiven Gespräche mit Franz zurück. Und die Frage nach Gott klopfte nun stärker als bisher an mein Herz. Da ich sonst keine Antworten auf das Leben fand, beschloss ich, dieser Frage auf den Grund zu gehen.

Vom Sieger zum Besiegten

Ich wollte die Bibel von vorne bis hinten durchlesen und mir ein eigenes Bild über Gott machen. Ich merkte rasch, dass dieser Jesus kein Lügner sein konnte. Derartige Worte hatte ich vorher in keinem anderen Buch gefunden. Doch bereits während des Lesens wurde mir bewusst: Dieser Jesus schenkt Weisheit, Frieden und Liebe.

Das Leben meines Freundes war das beste Beispiel dafür. Als er dann auch eine gläubige Frau heiratete, sah ich, was eine vorbildhafte Beziehung sein kann. Wie erbärmlich sahen im Vergleich dazu doch meine Bekanntschaften der letzten Jahre aus. Ausserdem wusste ich, dass Jesus ein Leben vollkommen verändern kann: Meine Schwester fand im letzten Jahr zum Glauben an ihn und ist dadurch ein neuer Mensch geworden.

Ein Kampf beginnt

«Gott, hilf mir!» Das war der Ruf, der mir am Abend einige Male vor dem Schlafengehen über die Lippen ging. Der Kampf in mir tobte. Zu wem redete ich eigentlich? War ich krank? Ist das alles nur Gehirnwäsche? Aber dann wurde mir klar: Nein! Gott ist real. Und in dem Augenblick, als ich das erkannte, entschied ich mich, Jesus völlig zu vertrauen. Diese Entscheidung hat mein Leben verändert: Dort, wo früher das ruhelose Suchen nach einem Sinn war, kehrten nun ein Frieden und eine Ruhe in mein Herz ein, die ich zuvor nicht gekannt hatte.

Ich kann jederzeit und an jedem Ort über alles mit Ihm reden, weil er immer bei mir ist. Am Morgen kann ich in seinem Wort zu lesen und darüber nachdenken, wie er sich mein Leben auf dieser Erde vorstellt. – Doch nicht nur in diesem Leben habe ich durch Jesus mehr, sondern auch nach dem Tod. In der Bibel steht auch: «Dies habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, die ihr an den Namen des Sohnes Gottes glaubt.*»

* 1. Johannes 5,13

Autor: Lazar Boskovic
Bearbeitung: Livenet

Datum: 01.04.2005
Quelle: Soulsaver

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