Vom Hoffen zum Vertrauen

Von Hautkrankheit geheilt

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Manuel Fischer
An einem Wochenende war ich mit meiner Gemeinde in Winterthur, um eine intensive Zeit mit Gott zu erleben. Am Samstagabend ehrten wir Gott ganz speziell, indem wir für ihn Lieder sangen (Worship) und zu ihm beteten. Nach dem Worship ging ich zu einem Mentor nach vorne und erzählte ihm von der Hautkrankheit, einer "Schuppenflechte", die mich plagte. Es handelt sich dabei um eine Art Hautausschlag, bei dem kleine Hautpartien allmählich zu einer Art roter Punkte oder -Flecken anwachsen. Diese Hautkrankheit zeigte sich bisher nur, wenn ich unter hohem Stress stand, oder bei rapiden Klimaveränderungen. Um "Schuppenflechte" loszuwerden war ich schon bei vielen Fachärzten, doch niemand konnte mir bisher wirklich helfen.

An besagtem Wochenende betete ich intensiv, ich bat Gott, mich für immer von dieser Krankheit zu heilen. Kurz nach dem Weekend kamen in mir jedoch Zweifel auf, ob mich nun Gott schon geheilt hatte, oder ob es ein langer Prozess sein würde. Ich zweifelte leider nicht nur an der Art der Heilung, sondern auch daran, dass das Gebet mit dem Leiter überhaupt Wirkung gehabt hatte. In der folgenden Woche ging ich wieder wie gewohnt zur Schule. Unglücklicherweise spürte ich am Montag wieder ein Beissen und Jucken, wie seit langem nicht mehr, als ob mich viele Mücken gestochen hätten. Es war das typische Jucken, wie ich es von den Hautausschlägen her kannte. Ich fing an, die Heilung in Frage zu stellen und zweifelte daran, ob mich Gott wirklich von diesem Leiden befreit hatte. Tatsächlich, bestätigten sich meine Befürchtungen bald mit roten Punkten am meinen Unterarmen; Ich war wieder im Begriff Schuppenflechte zu bekommen. Schon Tags darauf kamen immer mehr rote Punkte und bereits am Mittwoch überfiel mich dieses lästige Jucken, das sich anfühlt als wäre man in einen Mückenschwarm geraten. Dies belastete mich sehr, denn ich wusste von früher, dass die roten Punkte und Entzündungen bis zu mehreren Monaten anhalten konnten. Ich hatte Angst wieder solche Strapazen durchmachen zu müssen. Zudem würde ich nun jedem Kollegen erklären müssen, dass die roten Punkte wirklich nicht ansteckend seien. Oh nein, ich hatte es satt wieder da durch zu müssen!

Aber im Unterschied zu früher, kannte ich jetzt Jesus und wusste ganz genau, dass er unsere Sünden und Leiden auf sich genommen hatte. Im 1.Petrus 2,24 steht ja: "Durch seine Wunden hat Christus uns geheilt.". Ja, Jesus hatte viele Qualen über sich ergehen lassen, nur damit wir auch heute in seinem Namen von Verfehlungen und Krankheiten geheilt werden konnten.

Ich dachte an Jesus und sah dann, wie klein ich mit meiner Hautkrankheit vor ihm war. Ich kam mir lächerlich klein vor Jesus vor, weil ich es nicht glauben wollte, dass ich in seinem Namen von der Schuppenflechte hätte geheilt werden können. Ich wurde einige Jahre von Schuppenflechte verschont, und ausgerechnet dann, wenn ich sie für immer begraben wollte, zeigten sich plötzlich wieder erste Anzeichen. Ich fühlte mich alles andere als von Gott bestätigt.

In meinem Herzen wusste ich jedoch, es lag nicht an Gott und weil es eine Glaubenssache war konnte ich von Gott nichts erwarten das ich nicht einmal selbst wirklich glaubte. Da liess ich In Gedanken all meine bisherigen Erlebnisse mit Gott wie in einem Film an mir vorbeiziehen, um mir die Mächtigkeit von Gott wieder vor Augen zu führen. Eine tiefe Demut überkam mich und ich schämte mich für mein schwaches Vertrauen in Gott. Ich bat Ihn mehrfach um Verzeihung und gestand ihm meine verkehrte Herzens Situation.

Als ich dies tat, war ich gerade zu Hause auf dem Balkon meiner Mietwohnung. Ich betete von neuem und legte meine Hautkrankheit noch einmal vor Gott hin - diesmal mit viel Power und Herz. Ich wusste, dass mich nur Gott von den Hautausschlägen heilen konnte, denn es gibt bis heute keine wirksamen Medikamente gegen Schuppenflechte. So flehte ich Gott an, in einem langen Gebet, er möge mir helfen. Während ich so betete, hörte plötzlich der Juckreiz auf. Ich schaute auf die roten Punkte, kratzte mich, doch ich spürte kein Jucken mehr. Es schien mir, also ob jemand die Nerven in der Haut abgestellt hätte; ich sah zwar immer noch die selben roten Punkte, doch ich spürte sie gar nicht mehr. Wie von Zauberhand wurde ich augenblicklich vom lästigen Beiss-Gefühl befreit!

In meinem Herzen wusste ich ganz genau, dass dies eine "Message" von Gott war. Gerade weil ich um Heilung gebetet hatte, spürte ich eine tiefe Gewissheit, dass mir Gott geholfen hatte. Bald danach verschwand allmählich auch der rote Ausschlag. Schon nach drei Tagen sah ich keine roten Punkte mehr, halleluja!

Dabei ist mir noch etwas klar geworden; ich weiss jetzt, was mir Gott mit dem erneuten Hautausschlag sagen wollte. Zuerst betete ich um Heilung. Gott stellte mich jedoch in der daraufkommenden Woche auf die Probe, um mir zu zeigen wie es um meinen Glauben steht. Die Wahrheit kam ans Licht, es war kein Vertrauen, sondern nur ein Hoffen auf Heilung, kein Glauben von Herzen. Darum kam das heraus, was ich glaubte erwarten zu dürfen, nämlich nichts! Diese grundlegende Heilung des Herzens musste zuvor geschehen. Der Herr wollte mir zuerst Glauben geben. Danach kam auch die Heilung von der Schuppenflechte!

Datum: 14.02.2003
Autor: Manuel Fischer
Quelle: revolution-one.ch

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