Samuel Harfst

Ich bin ganz einfach Musiker und Christ

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Zusammen mit seinem Bruder und einem Freund singt Samuel Harfst auf der Strasse über Gott.
Er verkauft mehr CDs auf der Strasse als manche Band mit grossem Plattenvertrag. Samuel Harfst ist Sänger, Songwriter und Strassenmusiker. Sein Musikstil: «Neofolk». Mit Gitarre, Chello und Cajon, seinem Bruder und einem Freund singt er auf den Bürgersteigen dieser Welt von Gott.

Livenet.ch traf ihn zum Interview.

Schreibst du deine Songs selbst?
Die eigenen schreib ich komplett allein. Meistens hab ich zuerst die Akkorde, dann die Melodie und dann den Text. Ich setz mich ans Klavier oder die Gitarre und dabei kommt eigentlich immer was raus.

Auf deiner Webseite findet man hauptsächlich Lieder, mit denen du Gott anbetest. Machst du nur christliche Musik?
Ich bin Christ und Musiker, und die Gedanken, die ich mir mache, kommen in der Musik oft zum Ausdruck. Es kommt eben das raus, womit ich mich beschäftige. Aber ich habe auch Lieder, die nicht eindeutig christlich sind. Das Lied «Wahre Helden» zum Beispiel. Da hab ich mir Gedanken gemacht, wer wahre Helden sind. Jeder kann ein Held sein, egal was für einen Background er hat. Grundsätzlich sollen meine Lieder einfach Gott die Ehre machen.

Was macht ein gutes Lied aus?
Ein gutes Lied ist eine komplette Einheit. Da passt das Lied mit dem Gesang und Instrumenten zusammen und der Text soll die Musik unterstützen und umgekehrt. Die Musik soll einen an einen Ort bringen, wo man vorher nicht war, und sie soll den Zweck erfüllen, wofür es geschrieben wurde. Es gibt Lieder, die rein unterhalten sollen und wenn sie das dann tun, passt es.

Was willst du bewirken?

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«Gott gibt mir Halt und Inspiration»: Samuel Harfst.
Das ist immer unterschiedlich. Ich möchte weitergeben, was mich bewegt. Im Endeffekt möchte ich, dass es den Leuten besser geht nach dem Hören. Ich liebe es auch, mir über Fragen Gedanken zu machen. Nach dem Motto: Wer sucht, der findet. Ich möchte offene Fragen stellen.

Wie kommt eure christliche Musik auf der Straße an?
Bis jetzt haben wir nur gutes Feedback bekommen, aber ich glaube, dass die Leute, denen es nicht gefällt, einfach weiterlaufen. Wir versuchen, sensibel mit dem Glauben in der Musik umzugehen. Die Leute, die auf der Suche sind, werden was in unserer Musik finden, aber im Prinzip kann sich jeder unsere Musik anhören.

Was bedeutet dir der Glaube?
Umso länger ich mit Gott gehe, umso schwerer kann ich das erklären. Das wird immer grösser und ist inzwischen so gross geworden, dass ich das gar nicht mehr einfach so sagen kann: die und die Rolle spielt Gott in meinem Leben. Gott ist in so vielen Bereichen in meinem Leben. Ich merke dass mein ganzes Weltbild dadurch beeinflusst ist. Es gibt mir Halt und Vision und Inspiration.

Wo seht Ihr euch in Zukunft?
Wir hatten bis jetzt immer offene Türen und wir glauben, dass sich die Türen weiter öffnen. In dem Sinn haben wir also gar kein festes Ziel. Es ist schon angedacht, dass man seinen Radius vergrössert, sich musikalisch und qualitativ steigert. Wir wollen weiter mit Leuten zusammen arbeiten, die in der Szene sind. Ich glaube, wir sind nicht planlos, aber ambitionslos. Das macht uns aus – und macht uns Spass. Und wir wollen natürlich mal in die Schweiz kommen und in ein paar Schweizer Städten spielen. Wer weiss, vielleicht trifft man sich ja mal?

Links zum Thema:
www.samuelharfst.de
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Datum: 06.10.2008
Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Livenet.ch

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